AirTags führen Polizei zu gestohlenen E-Bikes – sechs Fahrräder in zwei Kastenwagen entdeckt

(Graz, Steiermark). Gleich zweimal führten am Mittwoch, 16. September 2026, so genannte „AirTags“ zu gestohlenen Fahrrädern.

Zwei Transporteure werden angezeigt.

Diebstahl in Graz

In den Morgenstunden zeigte der Besitzer eines E-Bikes telefonisch den Diebstahl seines Fahrzeuges in Graz an. Er hatte an seinem Fahrrad einen so genannten „AirTag“ montiert und konnte der Polizei so den möglichen Standort des gestohlenen Rades mitteilen.

Diese Ortung führte die Polizisten zu einem in der Puchstraße abgestellten Kastenwagen ohne Lenker. Im Laderaum konnte eindeutig das akustische Signal des „AirTags“ wahrgenommen werden. Nachdem eine mehrstündige Observation des Fahrzeuges negativ verlaufen ist, wurde der Laderaum geöffnet und konnten drei neuwertige E-Bikes sichergestellt werden. Der Besitzer des Kastenwagens, ein 44-jähriger rumänischer Staatsbürger, konnte ausgeforscht und vorläufig festgenommen werden. Bei seiner Einvernahme zeigte sich der Verdächtige geständig, die drei Fahrräder in der Nacht gestohlen zu haben. Die Ermittlungen nach den Besitzern der weiteren Räder laufen.

Südoststeiermark

Am Mittwochabend langte bei der Polizei die Anzeige ein, dass bereits am Freitag, 11. September 2026, das Fahrrad eines Kindes gestohlen worden sei. Am Fahrrad sei ein „AirTag“ angebracht, der nun als Standort Kirchberg an der Raab anzeigte. Auch in diesem Fall führte die Ortung zu einem abgestellten Kastenwagen ohne Lenker. Im Fahrzeug konnten auch drei Fahrräder sichergestellt werden. Über internationale Erhebungen konnte der Besitzer und in weiterer Folge der Lenker des Kastenwagens, ein 37-jähriger rumänischer Staatsbürger, ausgeforscht und in einer Wohnung in Kirchberg vorläufig festgenommen werden. Bei dessen Einvernahme zeige er sich nicht geständig. Er gab an, die Räder lediglich für den Transport übernommen zu haben.

Auch in diesem Fall laufen die Ermittlungen zu den rechtmäßigen Besitzern.

Die beiden Tatverdächtigen werden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Graz auf freiem Fuß angezeigt.

Tipps der Kriminalprävention

  • Ein so genannter Fahrradpass dient als Eigentumsnachweis. Dieser kann im Downloadbereich des Bundeskriminalamts (Fahrradpass) selbst herunterladen oder bei einer Polizeidienststelle abgeholt werden. Die Daten des Rades werden dort eintragen und im Falle des Abhandenkommens hilft dies bei Fahndungsmaßnahmen.
  • Fahrräder sollten, wo immer es möglich ist, in einem versperrten Raum abgestellt werden. Bei längerer Abstelldauer sollten Laufräder und Sattel abgenommen werden.
  • Im Freien sollte das Fahrrad mit Rahmen und Hinterrad an einem fix verankerten Gegenstand befestigt werden.
  • Das Fahrrad möglichst an frequentierten Plätzen abstellen, die bei Dunkelheit gut beleuchtet sind.
  • Fahrräder, die in der Öffentlichkeit immer am gleichen Ort abgestellt werden und dort lange stehen, könnten den Eindruck erwecken, dass sie keinen Besitzer mehr haben. Dies senkt die Hemmschwelle für einen Diebstahl.
  • Fahrräder am Autodach oder Fahrradträger sollten am besten mit einem Spiralkabel am Rahmen, Vorder- und Hinterrad abgesperrt werden.
  • Nichts Wertvolles am Gepäckträger oder in den Gepäcktaschen zurücklassen.
  • Zurückgelassenes Werkzeug in der Satteltasche könnten Diebe zum Knacken der Sicherung verwenden.
  • Teure Komponenten (beispielsweise Fahrradcomputer) sollten abgenommen werden, bevor es Diebe tun.
  • Wertvolle Fahrräder, Rennräder und E-Bikes sollten nicht längere Zeit unbeaufsichtigt abgestellt werden.
  • Der Akku von E-Bikes sollte nicht am Fahrrad bleiben.
  • Gute Schlösser erkennt man am hohen Gewicht. Massive Schlösser haben auch einen entsprechend hohen Widerstand. Bei Schlössern, die einen hohen Durchmesser haben, kann es sein, dass die Isolierung einfach viel dicker ist als das eigentlich schützende Kabel – aufs Gewicht kommt es an.
  • Radschlösser mit Schlüssel sind sicherer als Zahlenkombinationsschlösser.
  • Fahrräder haben eine Rahmen- bzw. Seriennummer. Diese findet man meistens am Rahmen, beispielsweise an der Unterseite des Tretlagers angebracht. Notieren Sie diese Nummer, im Diebstahlsfall kann damit eine Fahndung gestartet werden.
  • Verwendung eines „AirTags“ zur möglichen Ortung des gestohlenen Fahrzeuges. Dieser sollte am Fahrrad möglichst versteckt angebracht werden.

 

Quelle: Landespolizeidirektion Steiermark
Bildquelle: Symbolbild © Hadrian/Shutterstock.com

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