Obergnas, Steiermark: Großbrand greift von Wohnhaus auf Wirtschaftsgebäude über
Am Dienstagvormittag, dem 13. Jänner 2026, wurde die Feuerwehr Gnas kurz nach 10 Uhr gemeinsam mit der Feuerwehr Obergnas und der Feuerwehr Kohlberg zu einem Zimmerbrand nach Obergnas alarmiert.
Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte sich das Feuer stark ausgebreitet – der Dachstuhl des Wohngebäudes stand in Flammen, kurz darauf griff der Brand auch auf ein angebautes Wirtschaftsgebäude über.
Die Feuerwehr Gnas stand von Beginn an mit mehreren Fahrzeugen und mehreren Atemschutztrupps im Einsatz. Unter schwerem Atemschutz wurde umgehend die Brandbekämpfung im Innen- und Außenangriff aufgenommen. Aufgrund der raschen Brandausbreitung wurden weitere Feuerwehren nachalarmiert, sodass insgesamt 104 Feuerwehrmitglieder von 15 Feuerwehren mit 21 Fahrzeugen im Einsatz standen.
Da vor Ort nur begrenzt Löschwasser zur Verfügung stand, wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Arbeit der Atemschutztrupps. Diese bekämpften den Brand im Dachstuhlbereich. Auch nach dem „Brand unter Kontrolle“ blieben Trupps weiterhin im Einsatz, um Glutnester abzulöschen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Aus dem angrenzenden Wirtschaftsgebäude konnten durch die Einsatzkräfte mehrere Tiere – darunter vier Rinder, zwei Schweine, mehrere Hasen sowie ein Hund – gerettet und aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Die weitere Betreuung übernahm eine Amtstierärztin der Bezirkshauptmannschaft Südoststeiermark.
Vier Hausbewohner wurden zur weiteren Abklärung durch das Rote Kreuz in ein Krankenhaus gebracht. Seitens der Feuerwehrkräfte gab es keine Verletzten.
Die Landesstraße L 218 musste während des Einsatzes zwischen Unterauersbach und Gnas gesperrt werden, eine Umleitung wurde durch die Straßenmeisterei St. Stefan i. R. eingerichtet.
Aufgrund der Minusgrade wurde die Straße vor der Freigabe mit Salz gestreut.
Die Brandursache sowie die Schadenshöhe sind derzeit Gegenstand laufender Ermittlungen.
Quelle: Feuerwehr Gnas
Bildquelle: BFVFB/C. Karner